Unterkünfte

Die Unterkunftssituation in Island hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Vorbei sind die Zeiten, als im Sommer überwiegend Internate als Hotels genutzt wurden und Privatunterkünfte mit Zimmern mit Gemeinschaftsbad und möglicherweise Familienanschluss das Bild dominierten.

Hotel

Eine Kette, in der relativ viele Gastgeber vereint sind, ist Hey Iceland, das frühere Farmholidays. Die Unterkünfte, die über diese Gastgeber angeboten werden, zeigen bereits einen Teil der vorhandenen Vielfalt. Früher sind die Farmholidays-Unterkünfte oft als Urlaub auf dem Bauernhof verkauft worden, wobei die Vorstellungen, was darunter zu verstehen sei, weit auseinandergingen. Gerade auf dem Land dominierte früher die Landwirtschaft und Bauern, die nebenbei auch Zimmer für Reisende anboten, organisierten sich in dieser Kette. Aber schon zu Farmholidays-Zeiten konnte man auf diesen Höfen auch in Hotels übernachten.

Es gibt nach wie vor die Unterkünfte, die einfache Zimmer mit Gemeinschaftsbad anbieten. In vielen dieser Unterkünfte habt ihr auch die Möglichkeit, selber zu kochen. Da solche Art Zimmer heute selten neu errichtet werden, sind sie oft eher älteren Typs. Mehr und mehr werden aber Zimmer mit eigenem Bad angeboten, oftmals in Form von Hotels, deren Anzahl weiter zunimmt. In solchen Unterkünften besteht meist keine Möglichkeit, selber zu kochen. Teilweise ist es so, dass bestehende Anlagen erweitert werden, so dass es mehrere Hotels gibt, die aus Bauten verschiedener Jahre bestehen, die dann auch eine unterschiedliche Ausstattung aufweisen.

Die Zimmer sind generell eher "nüchtern" gehalten - sie dienen dem Schlafen. Viele Zimmer sind klein, teilweise habt ihr Schwierigkeiten, zwei Koffer in einem Zimmer auszubreiten. Das ist in Island normal, auch wenn es hier und da auch größere Zimmer gibt.

Beispiel Ferienhaus

Darüber hinaus gibt es Ferienhäuser, die meisten davon in Privatbesitz. Die Ausstattung der Ferienhäuser ist komplett verschieden, es gibt keinerlei Standards. Hey Iceland hat Ferienhäuser mit im Angebot und zwei Firmen, die auf die Vermietung von Ferienhäusern spezialiert sind, sind bungalo.is und viator.is. Über Viator könnt ihr nur für mehrere Tage anmieten, Abwicklung und Schlüsselabholung erfolgt über Servicecenter. Über Bungalo könnt ihr auch tageweise anmieten, erhaltet nach Buchung die Kontaktdaten zu den Eigentümern und bekommt in der Regel direkt vor Ort die Schlüssel.

Nach wie vor gibt es die Internate, die während der Sommerferien als Sommerhotels genutzt werden. Sie sind unter Hotel Edda vereint, wobei das Edda in Vík ganzjährig zur Verfügung steht und auch einige andere Häuser nicht als Internate genutzt werden. In den letzten Jahren wurden viele dieser Häuser renoviert und es stehen auch (nicht in allen) Zimmer mit eigenem Bad zur Verfügung.

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Hochlandhütte

Im Hochland werdet ihr vergeblich nach Hotels suchen. Wer hier eine feste Unterkunft sucht, landet bei einer der Hochlandhütten, die z. B. von , Útivist oder FFA betrieben werden. In den Hütten kann es nicht nur kuschlig gemütlich werden, sondern auch laut - jeder schnarcht so vor sich hin, so dass Ohrenstöpsel zur angeratenen Ausstattung gehören. Die Hütten bieten euch in der Regel Matratzenlager sowie mehr oder weniger ausgestattete Küchen(zeilen) und Sanitäranlagen. Ihr müsst zumindest einen Schlafsack dabei haben. Da die Schuhe im Vorraum ausgezogen werden, sind auch dicke Socken, Badelatschen oder andere "Schlappen" angebracht.

Neben den Hütten und Ferienhäusern gibt es weitere Schlafsackunterkünfte - eine einfache und immer noch preiswerte Form der Übernachtung, wenn auch "preiswert" relativ ist. Schlafsackplätze in Hochlandhütten kosten in 2017 zum Teil bereits 8.000 kr (bei einem Wechselkurs von 1:120 entspricht das knapp 67 €!) zuzüglich Gebühren für die Dusche. Und als ich 2013 das letzte Mal reine Schlafsackunterkünfte auf dem Land nutzte, kosteten die auch schon 5.000 kr pro Person, ohne Frühstück versteht sich. Aber im Gegensatz zu den Preisen für Zimmer mit "gemachten Betten" kann es immer noch preiswert genannt werden. In der Hochsaison nimmt die Zahl der Schlafsackunterkünfte ab. Während im Winter und in der Nebensaison der eine oder andere Gastgeber seine Zimmer auch als Schlafsackunterkunft verkauft, werden im Sommer nahezu alle verfügbaren Betten für viel Geld als "gemachte Betten" verkauft.

Schlafsackunterkünfte findet ihr auch in einem der vielen Hostels in Island. Ein großer Teil dieser Unterkünfte ist unter Hostelling International Iceland vereint. Daneben gibt es einige Hostels, die privat betrieben werden.

Zeltplatz

Die immer noch preiswerteste Form der Übernachtung ist das Zelten. Natürlich haben auch die Zeltplätze inzwischen die Preise angezogen. So kostete der Zeltplatz in Reykjavík im Jahr 2016 bereits 1.900 kr pro Person (inkl. Dusche), der größte Zeltplatz des Landes in Skaftafell 1.600 kr pro Person (exkl. Dusche). Eine Übersicht über viele, aber nicht alle Zeltplätze findet ihr auf tjalda.is.

Generelle, zu beachtende Informationen zum Thema Camping findet ihr hier, ergänzende Informationen zum Campen im Vatnajökull Nationalpark findet ihr hier.

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Zeltplatz

Hilfreich bei der Suche nach Unterkünften sind die offziellen Tourismuseiten der einzelnen Regionen. Wählt am besten eine der Unterkunftsarten (Hotel, Guesthouse etc.) und nutzt dann die Kartenfunktion ("view map"), um euch die registrierten Unterkünfte anzeigen zu lassen. Wenn ihr in die Karte reinzoomt und dann eine Unterkunft anklickt, werden euch Informationen dazu angezeigt, darunter auch die Webseite und Kontaktdaten.

SüdenOstenNordenWesten inkl. Snæfellsnes ✰ WestfjordeReykjanesReykjavík

Ein Großteil der isländischen Unterkünfte ist auch über dieses Portal buchbar:

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