Anreise mit dem Schiff

Anreise mit der Fähre

Logo Smyril Line

Die Reederei Smyril Line bietet u. a. Fährpassagen nach und von Island an. Damit habt ihr die Möglichkeit, mit dem eigenen Fahrzeug nach Island zu reisen oder - ganz ohne Fahrzeug - die langsame Art der Anreise und damit einen geruhsamen Einstieg in den Urlaub zu wählen.

Die Fährverbindung besteht in der Regel zwischen den Häfen Hirtshals (Dänemark) - Tórshavn (Färöer) - Seydisfjörður (Island). Wetterbedingt können kurzfristig andere Häfen angefahren sowie die Ankunfts- und Abfahrtszeiten geändert werden. Gebt bei der Buchung daher immer eure Handynummer an, schaut hin und wieder auf die Meldungen auf der Webseite der Reederei und reist nicht auf den letzten Drücker zur Abfahrt an.

Die Preisgestaltung ist einfach - ihr sucht euch die für euch passende Kombination aus "Personen & Fahrzeug" und wählt dann noch die Kabinenart. Der Preis richtet sich - für Hin- und Rückreise separat - nach der Reisezeit. Die Übersicht über die einzelnen Abfahrten und die damit verbundenen Saisonzeiten (grün, orange oder blau) findet ihr hier.

Smyrilline - Blick auf den Wartebereich in Hirtshals Smyrilline - an einem Sonnentag an Deck Smyrilline - nahe des Shops

Das Schiff bietet verschiedene Kabinentypen: Liege in geschlechtergetrennten, aber nicht abschließbaren Liegeabteilen mit Gemeinschaftssanitäranlagen, Einzelbett in geschlechtergetrennter Viererkabine mit Bad (nur Innen) sowie Doppelkabinen, Familienkabinen und Suiten, bei Verfügbarkeit auch zur Einzelnutzung. In den Liegeabteilen nutzt ihr euren Schlafsack oder könnt wahlweise gegen Gebühr Bettwäsche hinzubuchen. Bei allen anderen Kabinen findet ihr bezogene Betten und Handtücher vor, in den Bädern gibt es einen Fön.

Ihr könnt euch an Bord in mehreren Restaurants mit unterschiedlichem Preisniveau und Speisenangebot versorgen, habt aber auch die Möglichkeit, eigene Speisen mitzunehmen und in der Kabine oder auf dem Oberdeck zu essen. Kochmöglichkeiten sind zwar nicht vorhanden, aber ein mit auf die Kabine genommener Wasserkocher ist in vielen Fällen hilfreich. Einzelne Mahlzeiten können bereits bei der Buchung mitgebucht werden und sind dann preiswerter, als wenn ihr euch erst an Bord dafür entscheidet. Das Wasser aus dem Hahn an Bord ist gechlort. Ihr könnt euch eigene Getränke mitnehmen oder sie wahlweise in den Bars und Shops kaufen.

PKW-Pardeck auf der Norröna, Mai 2015

Beim Schiff beachtet bitte, dass es sich um eine Fähre, nicht um ein Kreuzfahrtschiff handelt. Luxuriöses Einparken wäre schon mal die erste Fehlannahme, zumindest auf dem PKW-Oberdeck, auf dem ich bisher jedes Mal stehen durfte. Selbst in der Nebensaison wird sehr eng eingeparkt. Mehr als einmal bekam ich keine Tür meines Autos mehr auf. Einmal habe ich das Einparken gar dem Einweiser überlassen - ich muss mir nicht alles antun.

Erwartet bitte weder Entertainment noch Captains Dinner an Bord. Richtet euch darauf ein, dass ihr in Ruhe, eventuell aber mit starkem Seegang nach Island schippert, unterwegs oft nichts als den weiten Nordatlantik um euch herum. Mittel gegen Reiseübelkeit sind hilfreich. Ansonsten helfen Bücher und Schlaf, die Zeit zu verteiben. Alternativ der Aufenthalt an der Bar.

Auf dem Schiff könnt ihr euch in normaler Kleidung fortbewegen, gerne auch in bequemer Kleidung. Galakleidung ist ebensowenig erforderlich wie die Trekking-Ausrüstung, mittels der ihr binnen drei Minuten für das isländische Hochland bereit seid. Möchtet ihr euch hin und wieder draußen aufhalten, habt zur Sicherheit Mütze, Schal und Handschuhe in der Kabine. Sinnvoll kann auch eine dünne Fleecedecke sein, falls ihr euch für längere Zeit den Wind um die Nase wehen lassen möchtet. Für den Spaziergang in Tórshavn kann Regenkleidung angebracht sein. Packt euch für die Überfahrt eine Extratasche mit Kleidung / Hygieneartikeln, die ihr während dieser Zeit benötigt und nehmt euch ggf. Verpflegung mit. Alles andere bleibt im Auto.

Bordwährung ist die Dänische Krone. Ihr könnt u. a. mit Euro und isländischen Kronen bezahlen und bekommt das Wechselgeld dann in dänischen Kronen. Alternativ könnt ihr mit allen gängigen Kreditkarten zahlen, nicht aber mit EC-Karten (Hintergrund ist die nicht durchgehende, aber dafür erforderliche Verfügbarkeit des Internets). Kleinere Bargeldbeträge können an Bord gewechselt werden (an der Rezeption zu den "Banköffnungszeiten"), die Reederei empfiehlt jedoch, Bargeld bereits vor Reiseantritt zu wechseln.

Die Verbindungen nach Island werden inzwischen zwar ebenfalls ganzjährig angeboten, für die Wintersaison (Ende Oktober bis Ende März) gelten aber besondere Zusatzbedingungen. Smyril Line behält sich vor, den Fahrplan zu ändern, sollten Wetterbedingungen oder technische Probleme eine sichere Überfahrt zwischen den Färöer und Island verhindern. Im einfachsten Fall legt die Fähre zu einem späteren oder früheren Zeitpunkt ab und kommt entsprechend am Ziel an. In ungewisseren Fällen wird Island möglicherweise eine oder zwei Wochen lang gar nicht angefahren. Dadurch entstehende Zusatzkosten, zum Beispiel für zusätzliche Übernachtungen oder Flüge, werden nicht von der Reederei übernommen.

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Fahrzeugtransport mit dem Frachtschiff

Für die reine Fahrzeugverschiffung gibt es auch die Möglichkeit, ein Frachtschiff zu nutzen. Ab Cuxhafen verkehrt Samskip, ab Bremerhaven Eimskip und von Rotterdam nach Þórlákshöfn Smyrilline. Ich persönlich habe damit aber keinerlei Erfahrung und kann nichts dazu aussagen.

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letzte Aktualisierung: 28.02.2019