Reisezeit & Wetter

Oftmals ist das Wetter mitentscheidend für einen gelungenen Urlaub. Es darf gerne wohltemperiert sein, mit Sonne, die die Farben der Landschaft erstrahlen lässt und das Ganze möglichst ohne einen Tropfen Regen. Island ist als Reiseziel in Bezug auf das Wetter eine Herausforderung, lassen sich hier doch alle vier Jahreszeiten und alle Wetter an einem Tag finden. Warm ist ein relativer Begriff, dafür sind Regen und Wind recht zuverlässig erlebbar. Und sowieso und überhaupt fühlt jeder das Wetter anders.

Winterbild - Schnee in Island Regen in Island Herbst in Island

Den Wetterbericht für Island findet ihr unter www.vedur.is.

 

Klimadaten

Die Versuchung, anhand von Klimadaten eine "verlässliche" Aussage für eine günstige Reisezeit treffen zu können, ist groß und jeder erwartet, solche Daten zumindest irgendwie mal zu sehen. Von daher präsentiere ich an dieser Stelle die Klimadaten von Reykjavík und Akureyri - gemittelt aus den Jahren 1961-1990. Die Daten stammen vom Wetteramt Reykjavík. Ich hoffe, dass ich alle Zahlen richtig abgetippt habe:

ReykjavíkJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
∅ Mindest-Temp in °C-3,0-2,1-2,00,43,66,78,37,95,02,2-1,3-2,8
tiefste Temp in °C-19,7-17,6-16,4-16,4-7,7-0,61,41,0-4,4-10,6-12,7-16,8
∅ Maximal-Temp in °C1,92,83,25,79,411,713,313,010,16,83,42,2
höchste Temp in °C9,99,413,014,718,819,524,319,918,513,611,310,7
∅ Niederschlag in mm75,671,881,858,343,850,051,861,866,585,672,578,7
Anzahl Tage mit Niederschlag ≥ 1,0 mm13,312,514,412,29,810,710,011,712,414,512,513,9
∅ Sonnenstunden26,951,8111,1140,0192,0161,3171,3154,8124,883,438,512,1

 

AkureyriJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
∅ Mindest-Temp in °C-5,5-4,7-4,2-1,52,36,07,57,13,50,4-3,5-5,1
tiefste Temp in °C-21,6-21,2-23,0-18,2-10,4-2,11,3-2,1-7,3-13,6-18,5-20,2
∅ Maximal-Temp in °C0,91,72,15,49,513,214,513,99,95,92,61,3
höchste Temp in °C13,013,815,019,824,629,427,927,721,819,517,6k.A.
∅ Niederschlag in mm55,242,543,329,219,328,233,034,139,158,054,252,8
Anzahl Tage mit Niederschlag ≥ 1,0 mm11,18,39,86,24,86,47,37,17,911,110,911,3
∅ Sonnenstunden7,036,077,0130,0174,0177,0158,0136,085,052,015,00,0

 

Spannend ist hier weniger die Durchschnittstemperatur als mehr die Schwankungsbreite zwischen tiefster und höchster Temperatur - diese beiden Werte geben euch eher eine Idee davon, was möglich ist und worauf ihr euch einstellen solltet.

Was fällt auf: Insgesamt ist es doch recht frisch und es regnet recht viel - im Mai am wenigsten. Im Norden kann es wärmer und kälter werden als im Süden, dafür ist es dort niederschlagsärmer, aber auch mit weniger Sonnenstunden. Und wer hätte gedacht, dass auf Island Temperaturen von 29,4 °C erreicht werden können?

Beachtet bitte, dass Reykjavík und Akureyri nur zwei von vielen Wetterstationen in Island sind, dass das Wetter hinter jedem Berg und im Hochland sowieso anders ist und die Zahlen in der Tabelle so gut wie nichts über das Wetter zu eurem Reisezeitpunkt aussagen.

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Praktische Reiseerfahrung

Ich habe angenehme April- und Maitage erlebt, Schneesturm Mitte Juni, Nachtfrost Anfang August, herrliche Septembertage, bin 2015 Runde für Runde mit dem Regen um die Insel gefahren, Anfang Juni 2016 nur im Shirt auf die Hrútfjallstindar (Gipfel des Vatnajökull) gewandert, den Laugarvegur im Juli 2010 teilweise sogar in kurzen Hosen. Ich habe mehrfach Kälteeinbrüche im Mai erlebt und auf der andere Seite viele warme Tage. Es gab Zeiten mit zwei Wochen ohne Regen, aber auch Touren, auf denen es Tag für Tag regnete. Auf meiner ersten Islandreise 2002 hatten wir von 14 Reisetagen 7 Regentage. Das Wetter hatte dennoch nicht verhindern können, dass ich dem Land "verfalle".

Straße im Osten Island, 04.04.2012

Meine beiden Winter hatte ich im Süden bei Kirkjubæjarklaustur verbracht und in beiden Wintern nicht sonderlich viel Schnee gesehen - zumindest nicht im Süden. In anderen Jahren gab es immer wieder auch im Süden Eis- und Schneechaos. Im September 2011 steckte ich gerade im Norden, als dort Mitte des Monats der Winter sein erstes Stelldichein gab und die Straßen vorübergehend nicht mehr befahrbar waren.

Die letzten Jahre kam ich in der Regel Anfang Mai oder auch mal im April mit der Fähre in Island an - meist steckte der nördliche Teil der Insel noch im Schnee, während der Süden den Sommer anvisierte: Mai 2015, Mai 2014, Mai 2013. Hin und wieder kommt es vor, dass selbst in Island von einer Hitzewelle die Rede ist.

Kurz: Ich habe zu allen möglichen Zeiten alle möglichen Wetter erlebt und wenn ich eines sagen kann, dann: Macht euch auf alles gefasst, erwartet nichts.

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Ihr müsst dann und dann fahren

Wenn euch jemand sagt: "Fahrt Anfang Juli, wir hatten da letztes Jahr bestes Wetter.", dann nützt euch diese Information gar nichts, denn aus dem Wetter in einem Jahr lässt sich nicht auf das Wetter im nächsten Jahr schließen. Jedes Jahr steht für sich und keiner weiß, wann das Wetter wie kommt. Selbst wenn zwei Parteien zur selben Zeit in Island unterwegs sind, ist es möglich, dass die einen über Regen fluchen, die anderen von der Sonne schwärmen - einfach nur, weil sie in verschiedenen Regionen der Insel unterwegs sind, die einen vielleicht im Norden, die anderen im Süden.

Die Wettervorhersage wird zwar immer besser, aber eigentlich schaut man vor Ort nur auf die nächsten drei Tage und wie das Wetter tatsächlich wird, weiß man erst, wenn es soweit ist. Hinter der nächsten Hochebene, um den nächsten Berg kann es auch schon wieder ganz anders aussehen. Der Spruch "Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte einfach 5 Minuten." hat hin und wieder durchaus seine Berechtigung. Es kann tatsächlich schnell umschlagen - sowohl in die eine als auch in die andere Richtung. Zwischen Regen, Sonnenschein und Hagel verging das eine Jahr Juli keine Stunde.

Irgendwann müsst ihr euch für einen Reisetermin entscheiden und falls ihr Unterkünfte vorbucht, auch für eine Reiserichtung um die Insel. Danach liegt es dann nicht mehr in eurer Hand, welches Wetter ihr während eurer Reise haben werdet. Falls ihr bezüglich der Unterkunft flexibel seid (Zelt, Camper), dann startet zunächst in die Richtung, die am längsten gutes Wetter verspricht. Regen werdet ihr früh genug haben.

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Nebensaison

Südisland bei Vík, Anfang Mai 2015

Es mag in der Nebensaison nach wie vor etwas ruhiger und preiswerter sein. Nebensaison bedeutet aber auch, dass die Natur noch Nebensaison hat. Über den Daumen gepeilt Anfang Juni fängt die Natur sichtbar an zu erwachen, dann wird es langsam grün im Land. Bis dahin wirken die Farben etwas fade. Es ist sehr gut möglich, im April und Mai wunderschöne und sonnige Tage zu haben, aber in der Natur dominieren noch die Wintertöne.

eingeschränkter Zugang am Dettifoss

Wer in der Nebensaison wandern möchte, sollte berücksichtigen, dass einige Wege möglicherweise noch nicht begehbar sind - weil zu viel Schnee darauf liegt oder - im Frühsommer - der Boden vom Tauprozess wasserübersättigt ist. Die Wanderwege auf der Skaftafellsheiði werden z. B. inzwischen recht lange gesperrt, bis sie für Mensch und Natur sicher zu begehen sind. Manche Sehenswürdigkeiten sind unter Schnee versteckt oder die Wege dorthin sind verschneit oder nicht passierbar.

Nebensaison bedeutet auch, dass z. B. einige Museen, Touristinformationen oder andere touristische Institutionen noch nicht geöffet sind, da sie nur im Sommer öffnen. Auch die Busse verkehren nach einem anderen Fahrplan und der touristische Linienverkehr setzt erst im Sommer ein. Beim Busfahrplan könnt ihr ca. Anfang Juni mit einem Wechsel von Winter- auf Sommerfahrplan rechnen und umgekehrt am 1. oder 15. September mit dem Ende des Sommerfahrplans.

Diese Straße ist geschlossen

Im Mai kann es euch ebenso wie im September passieren, dass einzelne Pässe in den Westfjorden nicht befahrbar sind. Dann könnt ihr zwar vom Süden oder vom Norden her in die Westfjorde, könnt aber nicht durchgehend fahren. Das gleiche Problem gibt es bei den Pässen in den Ostfjorden, wobei hier für Reisende, die mit der Fähre in Seydisfjöður ankommen, vor allem die Fjarðarheiði interessant ist. Nachdem aber auch mehrfach deutsche Reisebusse in der Nebensaison dort feststeckten und die wenigen geplanten Tagesausflüge für die Reisegäste entfallen mussten, scheint es, dass man vor Ort bemüht ist, den Pass zur An- und Abreise der Fähre frei zu bekommen. Der Pass Öxi hingegen oder auch die Breiðdalsheiði werden jedoch nicht extra geräumt, hier gibt es Ausweichmöglichkeiten entlang der Fjorde.

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Ich möchte auch ins Hochland

Landmannalaugar, Anfang Juli 2015

Wer ins Hochland möchte, sollte die Monate Juli und August anvisieren. Es ist möglich, dass einzelne Hochlandstraße bereits Ende Juni geöffnet werden, verlassen könnt ihr euch darauf aber nicht. Manchmal muss man auch Anfang Juli noch zittern. Und selbst wenn die Straßen freigegeben sind, kann vor Ort noch Schnee in einem Ausmaß liegen, das die gewünschte Aktivität einschränkt ist. Ebenso kann nie genau vorhergesagt werden, wie lange die Hochlandstraßen offen sein werden. Es kann vorkommen, dass ein früher Wintereinbruch schon vor Ende August zur Schließung einzelner Straßen führt. 2016 wiederum waren sehr viele Straßen sehr lange noch im September geöffnet. Wenn euch eine Tour im Hochland ganz wichtig für die Reise ist, plant diese Etappen Mitte Juli bis Mitte August ein. Die aktuellen Straßeninformationen findet ihr hier, Informationen zu den durchschnittlichen Öffnungszeiten der Hochlandstraßen hier.

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Island im Herbst

Goldener Herbst in Skaftafell

Auch wenn es auf Island eigentlich nur die beiden Jahreszeiten Sommer und Winter gibt, könnt ihr ab Mitte September Glück haben und einen auch farblich wunderschönen Übergang zwischen den Jahreszeiten erleben. Es hat fast etwas von goldenem Herbst. Die Phase hält leider nicht sehr lange an (ca. 2-3 Wochen) und ist regional verschieden, aber ich hatte in der zweiten Septemberhälfte schon in einigen Jahren wunderbares Wanderwetter und beeindruckende Farben - sowohl im Süden als auch im Norden (dort etwas früher) und in den Westfjorden. Diese Reisezeit ist dann ebenfalls schon Nebensaison, es wird wieder ruhiger im Land, es fahren nicht mehr alle Busse, es hat nicht mehr alles geöffnet, die Supermärkte auf dem Land haben wieder Winteröffnungszeiten, aber ihr habt im Gegensatz zu Mai einen Rest Farbe in der Landschaft.

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Ich möchte Polarlichter sehen

Polarlichter im September 2015

Polarlichter könnt ihr ab Mitte/Ende August sichten, dann ist es abends wieder dunkel genug. Ab Anfang April wird es dann langsam wieder schwieriger, da es schlicht zu hell ist oder ihr zu lange aufbleiben müsstet. Ich hatte in den Monaten September, Oktober, Februar und März tolle Sichtungserlebnisse, bin aber selten gezielt nach draußen gegangen. Polarlichter wären für mich nie der Hauptgrund, nach Island zu reisen, dazu sind die "Sichtungsumstände" einfach zu unsicher. Ihr braucht nicht nur Polarlichtaktivität, sondern auch freien Himmel - und das kann durchaus schwierig werden. Was nützt es einem, wenn der Himmel brennt, man das Brennen aber vor lauter Wolken nicht im Ansatz zu sehen bekommt? Nehmt Polarlichter daher immer als zusätzliches Geschenk, wenn ihr welche zu sehen bekommt. Informationsseiten zur Polarlichtvorhersage findet ihr hier und hier (Europakarte auswählen).

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Die Tageslichtdauer

Die Sonne erscheint

Im Sommer sind die Tage durchgehend hell, im Winter ist es verdammt lange dunkel. Die Tageslichtdauer beeinflusst durchaus, was während eurer Reise möglich ist. Von ca. Mitte Mai bis gegen Ende Juli könnt ihr auch nachts noch draußen etwas sehen. Zwar geht die Sonne unter, aber die Dämmerphasen bieten ausreichend Licht, so dass ihr das Gefühl habt, sie gehe kaum unter. Diese Helligkeit verleitet dazu, lange unterwegs zu sein, die Tage komplett auszunutzen. Denkt aber immer daran, dass der Körper irgendwann einfach Schlaf braucht. Ich war auch schon nachts wandern - aber das macht man nicht 14 Tage am Stück.

Spätestens im September solltet ihr die Uhr dann aber schon wieder im Blick haben und nach dem 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres (in Reykjavík ca. 4 Stunden Tageslicht, in Akureyri ca. 3 Stunden) geht es langsam wieder bergauf. Die Sonnenaufgangs- und -untergangszeiten findet ihr hier. Ein Blick auf die Übersicht ist insbesondere im Winterhalbjahr ratsam - euch muss bewusst sein, dass ihr nur begrenzt Tageslicht zur Verfügung habt und eure Reise anders takten müsst als im Sommer.

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Reisen im Winterhalbjahr

Wenn ihr im Winterhalbjahr unterwegs seid, müsst ihr immer die aktuellen Straßenbedingungen im Auge behalten und ggf. auch einen Blick auf die Straßen-Web-Cams werfen. Das beginnt durchaus im September und kann bis in den Mai hinein anhalten. Falls besonders widrige Wetterbedingungen anstehen, informiert auch Iceland Review darüber.

leicht überfrorene Straße Straßenzustand 27.04.15 Autos im Schnee

Besonders tückisch ist es, wenn die Straßen prinzipiell trocken sind, es auch nicht frisch geregnet oder geschneit hat, der Wind aber den Schnee über die Straßen treibt. Lokal begrenzt können da ganz schnell vereiste Straßenabschnitte entstehen. Achtet bei eurem Mietwagen darauf, dass die Räder möglichst Spikes/Nägel haben und seid grundsätzlich vorsichtig unterwegs. Akzeptiert Straßensperrungen und die Hinweise in den Medien, wenn es heißt: Lasst die Autos heute möglichst stehen.

Lichtverhältnisse an der Südküste

Auf der anderen Seite habe ich während meines Aufenthalts 2013 das Licht im Februar lieben gelernt. Wenn die Sonne langsam aufgeht und keine Wolken sie hindern, dann zaubert sie vormittags ein ganz besonderes Licht aufs Land. Die Frage lautet aber hier wie auch sonst: Was ist euer Beweggrund, nach Island zu reisen? Die Antwort darauf hat auch Einfluss auf eure Reisezeit.

Generell solltet ihr im Winter ausreichend zeitlichen Puffer einplanen. Rechnet immer damit, dass ihr mal einen oder ein paar Tage nicht vor die Tür oder an euer nächstes Ziel kommt und dass ihr rechtzeitig Richtung Flughafen aufbrecht, sollte euch der Rückflug wichtig sein. Ihr müsst also im Winter eine viel größere Flexibilität mitbringen und nicht stur darauf beharren wollen, dass das und das der Plan war.

Informationen zum Winterdienst auf Islands Straßen findet ihr in einer Broschüre, die mit diesen PDF abrufbar ist: Seite 1, Seite 2. Die Broschüre ist Stand 2014, die Dateien stammen von dieser Webseite.

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Reisezeit versus Reisebeweggründe

Ein Insel voller Farben

Wer vorhat, Island nur ein einziges Mal zu bereisen und es dabei so sehen möchte, wie es in unzähligen Dokumentationen daherkommt, der sollte den Sommer anvisieren und damit die Hauptsaison. Dass bis noch vor wenigen Jahren das Gros der Reisenden überhaupt nur zwischen Juni und August auf die Insel reiste, hatte einen Grund, der noch heute exisiert: In dieser Zeit ist das Land gut bereisbar, ist es aus dem Winterschlaf erwacht und man sieht das, was man gemeinhin von Island erwartet.

Wer es eher ruhiger mag, der ist früher auf die Monate Mai und September ausgewichen. Diese Ruhe aber gibt es nicht mehr. Seit 2013 wurde die Nebensaison entdeckt und schwupps war es auch dort mit der Ruhe vorbei, wenngleich auch nach wie vor zu dieser Zeit weniger Menschen nach Island reisen als in der Hauptsaison. Das Land wird inzwischen als Ganzjahresreiseland beworben (was es aus meiner Sicht so nicht ist) und das Gefühl der Stille und Einsamkeit wird entlang der Ringstraße kaum noch aufkommen - im Winter zumindest nicht im Süden der Insel.

Wer erleben möchte, wie er auf nur wenige Stunden Tageslicht reagiert, der sollte im Dezember nach Island reisen. Und sich freuen, dass es irgendwann wieder nach Hause geht. Im Winter lässt sich aber generell die Badekultur sehr gut erleben. Bei -20 °C draußen in einem Hot Pot mit 40 °C heißem Wasser zu sitzen, das hat einfach was. Wenn dann darüber noch Polarlichter zu sehen sind, ist die Lage fast perfekt.

Wem egal ist, wie es vor Ort aussieht, Hauptsache, er hat Island als Reiseland mal abgehakt ... okay, der kann jederzeit reisen.

Wer bewusst in den Schnee möchte und damit fahrtechnisch auch umgehen kann, wird eher zwischen Februar und April und dann in den Norden reisen. Sofern im Hochland eine entsprechende Schneedecke vorhanden ist, sind - passendes Fahrzeug vorausgesetzt - auch dort Fahrten möglich.

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Regen und Sturm

Ein bisschen mehr Wind an Islands Südküste

"Wir wissen ja, dass das Wetter in Island nicht so dolle sein soll. Aber wenn wir kommen ..."

"Wenn Engel reisen.", "Wir haben immer gutes Wetter."

Man kann sich natürlich Mut machen. Man könnte den Tatsachen aber auch etwas realistischer in die Augen blicken und ist dann möglicherweise weniger enttäuscht.

Island ist nicht nur bekannt dafür, dass es öfter mal regnet und dann von allen Seiten. Es regnet dort auch tatsächlich und die meisten Reisenden erwischt es irgendwann während ihrer Reise. Die wenigsten haben Glück und kommen komplett trocken davon. Stellt euch also besser darauf ein, dass es regnen wird und freut euch über jeden Tag, der trocken ist oder an dem das Wetter überhaupt besser als vorhergesagt ist. Nehmt auf jeden Fall Regensachen mit ins Gepäck, damit ihr Island auch dann erleben könnt, wenn der Himmel mal wieder die Schleusen öffnet - und das heißt: Regenjacke, Regenhose, wasserdichte oder 2 Paar Schuhe. Ansonsten fällt das Vergnügen eher sparsam aus.

Monique

Für mich ist der Wind vor Ort fast schon normal, während ich von vielen Gästen doch immer wieder gehört habe, dass es dort ordentlich windet. Es gibt durchaus ein paar windstille oder windarme Tage, aber auch in diesem Fall solltet ihr damit rechnen, dass es einfach hin und wieder mehr pustet, als euch lieb ist. Und wir reden dabei noch nicht von den Tagen, an denen es so stark stürmt, dass ihr nicht aus dem Auto aussteigen wollt. Auch die gibt es, auch im Sommer. Bei zu starkem Wind helfen euch die Regensachen als Schutz. Ansonsten ist eine Mütze selbst in Islands Sommer ein hervorragendes und sehr nützliches Kleidungsstück.

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