Am Fuße des Vatnajökull

Karte

In diesem Abschnitt geht es um die 55 km lange Strecke zwischen Skaftafell und Jökulsárlón - dem aus meiner Sicht touristischen Hauptabschnitt am Fuße des Vatnajökull. Wer wenig Zeit hat, ist hier binnen ein paar Stunden durch. Wer wandern und genießen möchte, kann sich gut und gerne ein paar Tage aufhalten. Die Unterkunftssituation ist im Vergleich zu anderen Regionen nicht optimal - es gibt schlicht zu wenige Unterkünfte und die zu stattlichen Preisen. Wer es rustikal, einfach und flexibel liebt, der wählt den Zeltplatz Skaftafell.

Wegweiser im Nationalpark

Die gesamte Region ist des Teil Vatnajökull Nationalparks. Das zuständige Besucherzentrum → Skaftafellsstofa befindet sich beim Zeltplatz Skaftafell. Mitarbeiter und Ranger geben u. a. Auskünfte zu den Wandermöglichkeiten vor Ort und zum Wetter und haben Kartenmaterial vorrätig. Buch- und Souvenirverkauf runden das Angebot ab, eine Cafeteria ist angeschlossen. Für die Vorbereitung helfen die Webseiten des Nationalparks, hier findet ihr auch grobe Wanderkarten zum Download, die aber z. B. für die Touren rund um die Skaftafellsheiði völlig ausreichen (normale Wetter- und Sichtverhältnisse vorausgesetzt). Sofern es Ein- und Beschränkungen bei der Nutzung der Wanderwege oder sonstige (Warn)Hinweise gibt, findet ihr sie gleich auf der verlinkten Startseite. Insbesondere im Frühjahr und Herbst solltet ihr vorab einen Blick darauf werfen.

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SkaftafellSvínafellsjökullGletschertourenIngólfshöfðiFjallsárlónJökuslárlón

 

Wanderungen rund um Skaftafell

Der Nationalpark Skaftafell wurde bereits 1967 gegründet. Mit der Gründung des größeren Nationalparks Vatnajökull im Juni 2008 ging er in diesem auf. Skaftafell entstand einst kurz nach Beginn der Besiedlung Islands als Farm. Erst 1988 wurde der Farmbetrieb hier endgültig eingestellt. Alle Wanderungen, die auf die Skaftafellsheiði, also auf den Bergrücken hinauf führen, starten über den Zeltplatz.

Svartifoss

Die Standardtour schlechthin führt zum Wasserfall Svartifoss. Es ist im Grunde die kürzestmögliche Tour und wenn es eine Autobahn auf Island gibt, dann führt sie - zumindest gefühlt - dortin. Der Weg ist breit und ausgebaut. Nichtsdestotrotz geht es für einige erstaunlich steil bergan. Nehmt euch Zeit. Die reine Strecke oneway beträgt 1,7 km - plant hier hin und rück zumindest 1,5 Stunden ein. Ihr könnt die Tour auch als Rundtour über den Aussichtspunkt Sjónasker und den alten Hof Sel (5,3 km) wandern - damit bleibt ihr eher im westlichen Teil der Skaftafellsheiði (Weg S2).

Meine Empfehlung, um die Region ein bisschen intensiver wahrzunehmen, ist die Wanderung über den Aussichtspunkt Sjónarnípa und von dort zum Svartifoss. Ihr startet also an der ersten Weggabelung am Berg nicht nach links Richtung Svartifoss, sondern nach rechts Richtung Sjónarnípa. Schon bald habt ihr dabei Sicht auf den Skaftafellsjökull und darüber thronend den Hvannadalsknúkur. Ab Sjónarnípa zieht ihr dann über die Heiði zum Svartifoss. Bis Sjónarnípa geht es nur bergan, die weitere Strecke über die Heiði bis zum Svartifoss ist eher eben (nur geringe Anstiege) und der Rückweg zum Zeltplatz führt bergab. Plant für diese Tour ca. 2,5 - 3 Stunden ein (ca. 7,5 km, Wege S5 und S6). Der Weg kann natürlich in beide Richtungen begangen werden. Aufgrund der Aussicht auf den Gletscher (Stichwort: Blickrichtung) würde ich ihn immer gegen den Uhrzeigersinn laufen, also mit Start Richtung Sjónarnípa.

Wanderung Sjónarnípa Wanderung Sjónarnípa Wanderung Sjónarnípa

Meine Lieblingswanderung auf der Skaftafellsheiði ist jedoch hinauf zu den Kristínartindar, dem höchsten über die Skaftafellsheiði erreichbaren Punkt (1126 m). Die Tour startet über den Aussichtspunkt Sjónarnípa und setzt sich dann über den Weg S3 in die Höhe fort - weiter immer mit Blick auf den Skaftafellsjökull. Nach dem Punkt Gláma wechselt ihr auf den Weg S4, der nicht markiert, aber ausgetreten und zu sehen ist. Hier geht es zum Teil steil in die Höhe und Trittsicherheit ist erforderlich. Ihr erreicht dann eine Art Pass und könnt an der Stelle erneut überlegen, ob ihr die letzten entscheidenden Meter unter die Füße nehmt (Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind erforderlich), ober ob ihr die Runde ohne diesen letzten Abstecher fortsetzt.

Wanderung Kristínartindar Wanderung Kristínartindar Wanderung Kristínartindar

Die Aussicht von oben ist schlicht atemraubend und zu beiden Seiten geht es ca. 1.000 m in die Tiefe. Das letzte Stück muss zurück gegangen werden und am Pass setzt ihr die Runde einfach fort, kommt dabei am Hügel Skerhóll und am Aussichtspunkt Sjónarsker vorbei. Wer den Svartifoss noch nicht gesehen hat, kann ihn in die Tour einbinden. Die gesamte Tourenlänge wird mit 18 km angegeben und kann ebenfalls in beide Richtungen gewandert werden. Plant 6-8 Stunden dafür ein.

Wanderung Kristínartindar Wanderung Kristínartindar Wanderung Kristínartindar

Wer sich unterwegs noch mehr Ruhe und noch weniger andere Wanderer wünscht, sollte die Wanderungen im Morsárdalur in Angriff nehmen. Ihr könnt sie starten, indem ihr über die Skaftafellsheiði wandert → bis zum Aussichtspunkt Sjónarsker und dann dem Weg M3/M2 folgend. Ich persönlich gehe diese Touren am liebsten komplett an der Heiði vorbei. Ihr könnt dazu der Straße, die zum Zeltplatz führt, bis zu ihrem Ende folgen (und dort ggf. parken) und wandert dann am Fuße der Skaftafellsheiði ins Tal hinein.

Leider muss man sich inzwischen recht früh zu Beginn der Tour entscheiden, ob man zum Morsárjökull (Weg M2) oder ins Kjós-Tal (Weg M3)möchte. Beide Ziele haben ihre Reize. Die Tour ins Kjós-Tal führt zwischenzeitlich durch etwas mehr Grün und am Ende wartet eine Vielfalt an Farben. Die Tour wird mit ca. 30 km angegeben, ihr solltet 8-10 Stunden rechnen.

Wanderung Morsárdalur Wanderung Morsárdalur Wanderung Morsárdalur
Morsárjökull

Die Tour zum Morsárjökull verläuft recht nah am Bergmassiv. Weite Teile wandert man neben dem Fluss und immer wieder sind auch schmale Pfade durch "Wald" oder Birkenbüsche zu gehen. Am Ende blickt man von der Moräne auf den Gletscher, kann auch dichter an die Lagune Morsárlón heran - ans Eis jedoch wird schwierig, da auch dieser Gletscher immer mehr zurückweicht. Die Tour wird mit ca. 20 km und einem Zeitbedarf von ca. 6-8 Stunden angegeben.

Blick vom Jökulfell

2009 bin ich mal auf den Jökulfell gewandert. Man startet dazu im Grunde den Weg M1 und muss sich anschließend den Weg auf den Berg, über ihn und wieder runter suchen. Ich bin seinerzeit am Skeiðarárjökull gestartet und hatte am Berg nur hin und wieder andere Fußspuren entdeckt, aber keine ausgetretenen Pfade. Das kann natürlich inzwischen anders aussehen. Insgesamt war ich hier auch ca. 8 Stunden unterwegs.

Weg zum Skaftafellsjökull

Wem all das zu viel und zu bergig ist, der kann ab dem Besucherzentrum rechter Hand und zu ebener Erde zum Skaftafellsjökull gehen. Der Weg startet wohlgeformt und asphaltiert, endet dann jedoch in der Moränenlandschaft - das heißt, je dichter man an das Wasser und Eis möchte, umso mehr darf man über Schotter und mehr oder weniger kleine Hügel gehen (Weg S1). Plant hier hin und rück mindestens 1-1,5 Stunden ein.

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Svínafellsjökull

Zurück auf der Ringstraße und nur einen Katzensprung weiter zweigt eine Straße zum Svínafellsjökull ab (Karte). Es handelt sich um eine Schotterstraße, die aber mit normalem PKW befahrbar ist. Der Vorteil des Svínafellsjökull ist, dass ihr hier sehr nah ans Eis rankommt, auch wenn auch dieser Gletscher immer weiter zurückweicht. Vor Ort gibt es einen Parkplatz, ab dem ihr dann noch einige Hundert Meter zu Fuß gehen müsst. Sofern ihr nicht um den See, der sich dort über die Jahre gebildet hat, herumspaziert, sondern euch links haltet, habt ihr die Möglichkeit, ein Stück am Berg entlang zu gehen, um einen anderen, vielleicht besseren Blick auf diese Gletscherzunge zu werfen. Seid vorsichtig - von oben können Steine herunterfallen und auch der Weg nach unten ist keinesfalls abgesichert. Plant hier zumindest 45 min ein, bei gutem Wetter eher mehr.

Svínafellsjökull Svínafellsjökull Svínafellsjökull

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Gletschertouren

Verschiedene Anbieter bieten unterschiedliche Touren rund um den Gletscher an, mit dem Ziel, sich auf ihm fortzubewegen. Ohne große Vorkenntnisse und mit relativ geringem Zeitaufwand könnt ihr Gletscherwanderungen buchen, bei denen ihr mit Steigeisen und Pickel bewaffnet auf einer der Gletscherzungen wandert. Die kürzesten Touren starten bei ca. 2,5 Stunden Dauer. Dies umfasst die An- und Abreise zum Gletscher, die Einweisung und die natürlich wesentlich kürzere Zeit auf dem Eis. Je länger die Touren sind, umso mehr Zeit verbringt ihr tatsächlich mit Steigeisen auf dem Eis. Grundvoraussetzung ist, dass ihr keine Geheinschränkungen habt und mindestens 1,5 Stunden auf teils unebenem Untergrund gehen könnt. An die Steigeisen unter den Füßen gewöhnt man sich recht schnell. Bei längeren Touren solltet ihr etwas mehr Kondition mitbringen - 3-4 Stunden auf dem Eis können für die Oberschenkel durchaus ungewohnt sein, wenn man es sonst nie tut. Und ein Klo gibt es weit und breit auch nicht. Grundsätzlich richten sich die kürzeren Touren aber auch an blutige Anfänger.

Gletscherwanderung Gletscherwanderung Gletscherwanderung

Die einzelnen Anbieter haben sich in der Regel auf verschiedene Gletscherzungen aufgeteilt. Das Bild ändert sich immer mal wieder, da es vorkommt, dass mit einer neuen Saison der Zugang zu einem Gletscher plötzlich nicht mehr möglich ist. So kann es auch passieren, dass einzelne Anbieter ihr Angebot einstellen. Möglich ist auch, Privattouren anzufragen, auf denen ihr z. B. nur zu zweit unterwegs seid. Das ist im Regelfall etwas teurer und eher bei den kleineren Anbietern erhältlich. Zu fragen lohnt sich aber überall. Inzwischen ist es angeraten, generell vorab zu buchen (geht online oder telefonisch). Kombi-Touren sind nur dann für euch interessant, wenn ihr nicht mit eigenem Fahrzeug unterwegs seid.

Eisklettern

Direkt beim Parkplatz des Besucherzentrums Skaftafell haben die Icelandic Mountainguides und die Glacier Guides ihre Basisstationen. Dort könnt ihr buchen und von dort starten ihre Touren. Local Guide of Vatnajökull, der langjährigste Anbieter vor Ort, hat seine Basis an der Tankstelle Fagurhólsmýri, ganz in der Nähe, wo die Touren nach Ingólfshöði starten (Karte). Glacier Adventure hat seine Station in Hali, östlich der Gletscherlagune. Die Touren finden auf dem Breiðarmerkurjökull statt. Glacier Trips ist in Höfn beheimatet und startet seine Touren ab der Farm Brunnhóll, 50 km östlich der Gletscherlagune.

Im Winter, hauptsächlich zwischen November und März, sind seit einigen Jahren Eishöhlen-Touren sehr populär geworden. Neben den genannten Anbietern bieten auch Ice Guide und South East solche Touren an, beide sind in Höfn beheimatet. Die Eishöhlentouren sind nur im Winter möglich und bei der Vielzahl an Anbietern, die es zwischenzeitlich gibt, dürft ihr nicht mehr zwingend davon ausgehen, alleine in so einer Eishöhle zu sein. Es gibt Touren für das schnelle und einfach Selfie sowie Touren für Fotografen mit anderen Ansprüchen.

Eine andere Art von Gletschertouren, die nämlich die Gipfel der Gletscher als Ziel haben, laufen unter dem Begriff Mountain Climbing. Hierbei geht es am Vatnajökull vor allem um Islands höchsten Gipfel, den Hvannadalshnúkur, sowie um die Hrútsfjallstindar. Anbieter sind die Icelandic Mountainguides, die Glacier Guides sowie in einer Spezialform Einar von Öræfaferðir (Ski Mountaineering). Die Touren finden hauptsächlich im Frühjahr statt, auch wenn sie teilweise ganzjährig angeboten werden. Je weiter der Sommer jedoch voranschreitet, umso unsicherer wird die Spaltensituation am Gletscher.

Hvannadalshnúkur Aufstieg Hrútsfjallstindar Hrútsfjallstindar

Beide Touren dauern bis zu 15 Stunden und bedürfen entsprechender Kondition. Technische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, die Ausrüstung wird gestellt (Ausnahme: die Ski-Touren von Einar). Bei beiden Gipfeln geht es zunächst einige Stunden mehr oder weniger weglos auf Gestein und Geröll auf den Berg, bevor ihr überhaupt Schnee unter die Schuhe bekommt. Die Touren sind anstrengend, aber der Ausblick bei tollem Wetter lässt alle Mühen vergessen. Die Touren sollten mit Vorlauf gebucht werden, sie werden bei nicht passenden Wetter- und Gletscherbedingungen auch kurzfristig abgesagt. In der Regel findet am Vorabend ein Briefing statt.

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Ingólfshöfði

Das Kap Ingólfshöfði ist geschichtlich insofern interessant, als Ingólfur Arnarson, der als erster dauerhafter Siedler Islands gilt, hier seinen ersten Winter verbracht haben soll, bevor er sich zwei Jahre später, den Zeichen der Götter folgend, dort niederließ, wo sich heute Reykjavík befindet. Heute ist Ingólfshöfði vor allem Ausflugsziel zur Vogelbeobachtung. Die Chancen, Papageitaucher zu sehen, stehen hier recht gut, wenngleich eine Garantie auch hier nicht gegeben werden kann. Neben Papageitauchern gibt es natürlich eine Vielzahl anderer Vogelarten zu sehen - besonders interessant ist, wie nah man der Großen Raubmöwe kommen kann.

Ingólfshöfðir Ingólfshöfði Ingólfshöfði
Ingólfshöfðir Ingólfshöfði Ingólfshöfði

Einar und seine Familie bieten mit ihrer Firma Öræfaferðir Touren mit Traktor und Heuwagen auf das Kap an. Neben den regulären Touren werden auch Spezialtouren für Fotografen angeboten. Die Fahrt mit dem Traktor dauert ca. 25 min, es folgt eine kleine Wanderung mit Erklärungen und Vogelbeobachtung von ca. 1,5 Stunden Dauer, bevor es mit dem Traktor wieder zurückgeht. Nehmt wetterfeste Kleidung mit auf die Tour es kann auch stürmen.

Der Startpunkt der Tour ist nahe dem Hof Hofsnes, ca. 25 km von Skaftafell entfernt (Karte), folgt dem Schild an der Ringstraße. Auf seiner Facebookseite berichtet Einar regelmäßig in Kurzform über die Sichtungsergebnisse des Tages.

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Fjallsárlón

Fjallsárlón ist eine der beiden bekannten Gletscherlagunen am Vatnajökull, die lange Zeit etwas im Schatten der größeren Lagune Jökulsárlón stand, durch ihre ganz eigene Schönheit und weniger Trubel jedoch immer beliebter wurde. Während an der Jökulsárlón quasi der Bär steppte und seit Jahren Bootstouren angeboten wurden, blieb es hier lange, lange ruhig und große Busgruppen hatten nur selten Zeit für den Weg hierher. Vor wenigen Jahren begannen dann die ersten Versuche, noch recht wenig beachtete Schlauchboottouren anzubieten. Seit Sommer 2016 soll wohl der Bau eines Besucherzentrums in Gange sein. Zum Fortgang kann ich derzeit aber nichts weiter sagen, da ich 2016 nicht vor Ort war.

Fjallsárlón Fjallsárlón Fjallsárlón

Dadurch, dass die Distanz vom Rande der Lagune bis zur Abbruchkante kürzer ist als bei der Jökulsárlón, hat man hier das Gefühl, viel näher dran zu sein. Von Skaftafell aus erreicht ihr den Abzweig von der Ringstraße nach 45 km (Karte). Bootstouren sind über diesen Anbieter möglich. Ich selber habe dort aber noch keine Bootstour unternommen und kann daher nichts zu Art und Wert sagen.

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Jökulsárlón

Diese Lagune entstand ab 1934 und wird von Jahr zu Jahr größer. Der in sie kalbende Gletscher Breiðarmerkurjökull ist der am schnellsten zurückweichende Gletscher Islands. Klimaerwärmung hin, aschefördernde Vulkanausbrüche her - hier spielt vor allem auch eine Rolle, dass die Lagune Salzwasser enthält und sich zudem unter dem Gletscher fortsetzt. Das Eis schwimmt also auf salzhaltigem Wasser und mit den Wasserstandsänderungen, die Ebbe und Flut mit sich bringen, bricht hier halt öfter als an anderen Stellen mal so ein Stück Eis ab.

Jökulsárlón Jökulsárlón Jökulsárlón

Die Lagune ist einer der Orte, an denen man sich nicht sattsehen kann, die täglich ihr Gesicht verändern und sich daher immer wieder anders präsentieren. Sie ist bei nahezu allen Wettern ein Genuss - ledglich bei dichtem Nebel hatten wir mal wenig Freude und Starkregen kommt auch nicht so gut.

Einstieg ins Amphibienfahrzeug

Die Firma Icelagoon.is bietet Touren mit dem Amphibienfahrzeug und Zodiac-Touren auf der Lagune an, die Firma Icelagoon.com nur Zodiac-Touren. Die Zodiac-Touren sind inzwischen oft recht weit im Voraus ausgebucht - ihr solltet euch zumindest nicht darauf verlassen, spontan vor Ort ein Plätzchen abzukommen. Auf der anderen Seite sind diese durchaus die spannenderen Touren, mit denen ihr auch recht nah an die Abbruchkante des Gletschers kommt. Welchen Anbieter ihr dabei wählt, ist eigentlich egal. Ich war mehrfach mit beiden unterwegs und immer zufrieden.

Natürlich könnt ihr auch einfach nur an der Lagune entlangspazieren - das ist beiderseits der Brücke möglich. Plant auf jeden Fall mindestens 1 Stunde Aufenthalt ein. Falls ihr eine Tour macht, sollte es mehr Zeit sein. Die Lagune selber könnt ihr nicht verfehlen - sie ist direkt an der Ringstraße gelegen und spätestens, wenn ihr über die Brücke fahrt, seht ihr sie.

In Abhängigkeit von Ebbe und Flut habt ihr außerdem die Möglichkeit, am Strand nach Eisbergen Ausschau zu halten, die langsam vor sich hin schmelzen und darauf warten, dass die nächste Flut ihre Überreste mich sich fortreißt.

Jökulsárlón Jökulsárlón Jökulsárlón

Das Gebiet um die Lagunen ist im Sommer Brutgebiet für einige Vogelarten. Gerade an der Lagune Jökulsárlón und dort insbesondere in Parkplätznähe brüten Küstenseeschwalben. Passt bitte im Frühsommer auf, lauft möglichst nicht auf Rasenflächen. Diese Vögel sind Bodenbrüter und immer wieder kommt es vor, dass Eier unbedachten Fußgängern zum Opfer fallen. Generell werden euch die Küstenseeschwalben mit ihren Scheinangriffen davon abzuhalten versuchen, in die Nähe der Gelege zu kommen, aber nicht bei jedem Menschen gelingt das ...

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