Die Mývatn-Region

Mývatn

Der See Mývatn in Nordisland ist mit ca. 37 km² der viertgrößte Binnensee des Landes. Er ist in einer vulkanisch aktiven Zone gelegen und bekannt für sein reiches Vogelleben. Aber auch für die Mücken, die ihm seinen Namen gaben - Mückensee.

In unmittelbarem Umfeld des Sees gibt es viel zu entdecken und vielfältige Wandermöglichkeiten. Es wäre viel zu schade, hier nur schnell durchzurauschen. Ihr solltet euch für den See zumindest einen Tag Zeit nehmen. Der Mývatn bietet sich aber auch als Standort an, um ein paar Tage länger zu verweilen und dabei Tagesausflüge in die nähere Umgebung zu unternehmen.

Auf der Karte findet ihr die Region hier und die offiziellen Tourismusseiten hier.

Von Akureyri aus erreicht ihr das Südufer des Sees in ca. 88 km (70-80 Fahrminuten), das Nordufer mit dem Ort Reykjahlíð in 100 km. Richtung Osten ist die nächste Stadt das 165 km (mindestens 2 Stunden) entfernte Egilsstaðir. Richtung Norden erreicht ihr in 55 km (50 Fahrminuten) Húsavík.

Die Touristinformation findet ihr im Ort Reykjahlíð am Nordufer. Dort gibt es auch eine Tankstelle, einen kleinen Supermarkt, Post, Bank, Ambulanz und ein reguläres Schimmbad.

Die gesamte Region um den See ist Naturschutzgebiet. Damit ist auch Zelten nur auf ausgewiesenen Zeltplätzen erlaubt. Vom 15.05. bis 20.07. ist zudem das Nordwestufer gesperrt - ihr dürft in dieser Zeit zum Schutz der Vögel die Straße auch zu Fuß nicht verlassen.

LeirhnjúkurKrafla & Víti Námafjall & HveraröndMývatn Nature BathGrjótagjáHverfjallDimmuborgirHöfði & KálfaströndPseudokraterVindbelgjarfjallVogelmuseum

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Aus Richtung Osten kommend, noch vor dem Mývatn

Krafla und Víti

Wenn ihr auf der Ostseite des Dettifoss wart, erreicht ihr - zurück auf der Ringstraße - nach 34 km, vom Abzweig Westufer aus nach 20 km die Mývatn-Region und den Abzweig Richtung Krafla - Karte. Krafla ist der Name eines Berges, aber auch der Name des Zentralvulkans und damit des Vulkansystems dieser Region - eine 100 km lange Spaltenzone, auf der sich eine 10 km Durchmesser messende Caldera befindet, die Krafla-Caldera. Sie entstand vor ca. 100.000 Jahren und wurde durch nachfolgende Vulkanausbrüche immer wieder aufgefüllt. Das in der Nähe errichtete Kraftwerk trägt ebenfall diesen Namen.

Víti Krafla-Caldera Krafla-Caldera

Seit Beginn der Besiedlung gab es in diesem Vulkansystem zwei Ausbruchsperioden - die Mývatnfeuer von 1724-1729 sowie die Kraflafeuer von 1975-1984. Die letzten Ausbrüche davor liegen - aus menschlicher Sicht - länger zurück: Irgendwann in der Zeit zwischen 900-1000 (also vor ca. 1.000-1.100 Jahren) gab es die Dalsfeuer und vor 2.000 Jahren ergoss sich die jüngere Laxárlava aus den Kraterreihen Lúdentsborgir und Þrengslaborgir. Diese Lava ließ u. a. Dimmuborgir entstehen und prägte maßgeblich die heutige Form des Sees Mývatn.

Der Berg Krafla bestiegen werden, wobei ich mich nicht mehr genau an die Dauer erinnere (ca. 1-1,5 Stunden return). Der Weg folgt zu Beginn einer Fahrspur. Der Aufstieg selber ist nicht wahnsinnig spannend, aber die Aussicht von oben bietet euch ganz andere Ansichten. Es wäre etwas, das ich bei einem wiederholten Besuch tun würde, nicht beim ersten.

Krater Víti

Dem Krater Víti einen Besuch abzustatten, lohnt sich da schon eher. Er entstand bei heftigen Explosionen im Frühjahr 1724 und leitete die Mývatnfeuer ein. Mehr als 100 Jahre brodelten danach kochende Schlammquellen am Grund des Kraters - heute begeistert er durch sein türkisfarbenes Aussehen und ist kalt. Im Winter ist er mit Eis und Schnee bedeckt und in den letzten Jahren haben wir bis in den Juni hinein Schnee auf/an dem Kratersee gesehen. Er misst 300 m im Durchmesser und lässt sich in ca. 1 Stunde umrunden. Dabei kommt ihr auch an Schlammpötten, die anfangs verdeckt liegen, vorbei. Der Parkplatz vor Ort ist recht klein, es gibt keine Toiletten. Anreise: Karte.

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Leirhnjúkur

Der Bergrücken Leirhnjúkur befindet sich inmitten der Krafla-Caldera. Überall tritt Erdwärme aus, so dass er ähnlich wie der Námafjall aussieht, ebenso befinden sich einige Schlammquellen an seinem Fuße. Um ihn herum befinden sich die Lavafelder aus den Mývatn- und Kraflafeuern, die sich auch farblich gut unterscheiden lassen. Den Parkplatz seht ihr schon, wenn ihr zum Krater Víti fahrt, er befindet sich also kurz vorher. Vom Parkplatz aus dauert es ca. 20-25 min, bis ihr den Berg erreicht habt. Schon vorher führt der Weg durch das Lavafeld und ihr könnt hier und da Dehnungsspalten entdecken. Am Berg dann befindet sich eine Plattform, von der aus ein Rundweg durch die Lava und einer auf und um den Berg führt.

Leirhnjúkur Leirhnjúkur Leirhnjúkur

Ihr solltet ausreichend Zeit haben, denn es lohnt sich, beide Wege miteinander zu kombinieren. Bei dem Weg durch das Lavafeld fühlt man sich fast, als wenn man noch mitten dabei ist, "sieht" die Lava fließen. Der Weg führt bis zu einer der Spalten, aus der die Lava emporschoss. Überall tritt noch Wärme aus und es dampft - ein ganz besonderer Ort, der dazu verleitet, viel zu oft und viel zu viel zu fotografieren Plant daher auf jeden Fall 2 Stunden ein. Es können auch mehr werden. Vom Berg selber habt ihr dann wieder einen fantastischen Rundblick.

Auf dem Weg vom Parkplatz zum Berg seht ihr einen Abzweig Richtung Reykhjahlíð - das ist der Wanderweg, der euch in 2-2,5 Stunden auf den Dalfjall oder in 3-4 Stunden bis nach Reykhjahlíð führt. Am Parkplatz befinden sich Toiletten, die aber nur im Sommer geöffnet sind.

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Hverarönd und Námafjall

Wenn ihr aus Richtung Osten kommend auf den Mývatn zufahrt, seht ihr schon von Weitem den rötlich leuchtenden Bergzug. Südlich der Ringstraße ("links") liegt der Berg Námafjall, nördlich der Ringstraße ("rechts") der Berg Dalfjall, zwischen beiden verläuft die Ringstraße über den Pass Námaskarð - Karte. Die Bergkette entstand hauptsächlich im Zuge subglazialer Spaltenausbrüche während einer Eiszeit. Vom Dalfjall aus führt ein Wanderweg bis zur Spalte Leirhnjúkur (ca. 2-2,5 Stunden).

Der Námafjall ist bedeckt mit Fumarolen und Solfataren. Lange Zeit wurde hier Schwefel abgebaut. Am Fuße des Námafjall befindet sich das Hochtemperaturgebiet Hverarönd mit Schlammquellen. Aus abgedeckten Probebohrlöchern kommt der passende Sound zum im der Luft liegenden Geruch nach faulen Eiern.

Hverarönd mit Námafjall Hverarönd mit Námafjall Hverarönd

Der Parkplatz vor Ort ist inzwischen teilweise recht eng und wenn Kreuzfahrtschiff-Busse anhalten, dann platzt das Gebiet vor lauter Menschen aus allen Nähten. Da hilft dann nur abzuwarten, denn Gruppen und insbesondere Schiffsgruppen verbringen in der Regel nur wenig Zeit dort. Für die reine Besichtung der Schlammquellen sollet ihr zumindest 30 Minuten einplanen. Es ist aber auch möglich, auf den Berg Námafjall zu wandern (teilweise rutschig!) - dann braucht ihr ca. 1 Stunde mehr Zeit. Wenn euch der Geruch nicht behagt, habt einfach im Hinterkopf: Die Nase gewöhnt sich daran. Es gibt keine Toiletten vor Ort.

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Mývatn Nature Bath

Das Mývatn Nature Bath wurde im Jahr 2004 eröffnet, geht aber auf eine viel längere Tradition zurück. Schon 1940 wurde hier eine Hütte über einer Dampfquelle errichtet, die bereits im 13. Jahrhundert von Bischof Guðmundur dem Guten geweiht worden war. Das heute genutzte Wasser kommt aus 2.500 m Tiefe. Insofern ist dieses Bad kein Abklatsch der Blauen Lagune im Südwesten Islands. Es ist auch weniger überlaufen, weniger teuer und hat insgesamt einen anderen Stil. Man kann beide Bäder nicht direkt miteinander vergleichen - auch das Blau des Wassers ist ein anderes.

Mývatn Nature Bath Kraftwerk Bjarnarflag Kraftwerk Bjarnarflag

Überall rund um den Abzweig zum Bad dampft und raucht es. Auf der anderen Straßenseite seht ihr einen bläulich-türkis schimmernden See, der zum Kraftwerk Bjarnarflag gehört, das 1969 in Betrieb genommen wurde und das kleinste und erste seiner Art in Island ist. Früher war es möglich, in dem See zu baden, doch seit das Mývatn Nature Bath eröffnet wurde, wurde die Kaltwasserzufuhr eingestellt und Schilder geben Hinweis, dass das Wasser zum Baden zu heiß ist. Als Fotomotiv hingegen ist es immer noch gut geeignet - allerdings gibt es vor Ort keine Parkmöglichkeit. Ihr solltet irgendwo weiter entfernt (z. B. beim Bad) parken und dann zu Fuß gehen - Karte.

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Grjótagjá

Die Grjótagjá ist eine Dehnungsspalte, in der eine warme Quelle austritt. Früher war sie ein beliebter Badeort, jedoch wurde das Wasser im Zuge der vulkanischen Aktivität von 1975-84 zu heiß, stieg auf bis zu 60 °C, so dass das Baden nicht mehr möglich war. Inzwischen ist die Temperatur wieder gesunken, liegt aber immer noch über 40°C. Auf einem Schild der Landeigentümer wird darauf hingewiesen, dass das Baden darin nicht erlaubt ist.

Grjótagjá Grjótagjá Grjótagjá

Durch verschiedene Einstürze kann man in das Innere gelangen und befindet sich dann wie in einer Art Höhle. Mit etwas Kletterei kann man auch auf der anderen Seite und damit mitten in der Spalte wieder ans Tageslicht kommen. Wem das alles zu eng ist, der kann dennoch den Blick oben auf der Spalte genießen.

Der ausgeschilderte Abzweig Grótagjá befindet sich unmittelbar nach/vor dem Abzweig zum Mývatn Nature Bath und unweit des Ortseingangsschildes - Karte. Vor Ort befindet sich ein Parkplatz. Als reinen Fotostopp plant ca. 15-30 min ein. Neben der Grjótagjá gibt es noch die Stóragjá - zu ihrem Ausgangspunkt gelangt ihr hier, geht am besten ab Reykjahlíð komplett zu Fuß.

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Das Ostufer des Mývatn

Hverfjall / Hverfell

6 km vom Ort entfernt am Ostufer des See befindet sich der Ascheringwall Hverfjall, der teilweise auch Hverfell genannt wird. Er entstand vor ca. 2.800 Jahren bei einem einzigen explosiven Ausbruch, als Magma auf Wasser traf. Es gibt weltweit nur sehr wenige dieser formvollendeten Ascheringwälle – er ist einer der größten und bekanntesten. Andere Beispiele sind der Diamond Head und der Koko Head auf Hawaii oder einige Exemplare im Fort Rock Basin in Oregon, USA. Der Hverfjall hat einen Durchmesser von ungefähr einem Kilometer, ist 140 m tief und 452 m hoch. Er kann bestiegen und umrundet werden.

Hverfjall Hverfjall Hverfjall

Der Abzweig zum Krater ist von der Straße aus ausgeschildert. Die Piste, die zum Parkplatz führt, ist eng und teils ruppig, aber im Normalfall mit einem PKW befahrbar (Karte). Im Nordwesten des Kraters befindet sich eine der beiden Aufstiegsmöglichkeiten, die moderatere. Auch wenn es steil anmutet - ihr seid in 15 Minuten oben. Und von dort habt ihr einen tollen Blick auf den See und die gesamte Umgebung und könnt entscheiden, ob ihr den Krater umrundet (insgesamt mit Auf- und Abstieg ca. 1,5 Stunden) oder einfach nur ein Stück auf dem Kraterrand entlanggeht. Es gibt keine Toiletten vor Ort.

Vom Parkplatz aus führt ein Wanderweg Richtung Norden zur Spalte Grjótagjá (ca. 1 Stunde).

Eine zweite Aufstiegsmöglichkeit befindet sich an der Südseite des Kraters, sie ist um einiges steiler. Von hier aus führt ein Verbindungsweg nach Dimmuborgir (ca. 1 Stunde). Eine weitere Wandermöglichkeit besteht zum Lúdentkrater und zu den Kraterreihen Lúdentsborgir und Þrengslaborgir - Karte.

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Dimmuborgir

Als sich vor 2.000 Jahren die jüngere Laxálava ihren Weg Richtung Mývatn suchte, staute sich ein Teil in einer Senke an einer natürlichen Barriere und ein Lavasee entstand. An der Oberfläche begann er zu erstarren, zusätzlich führte an einigen Stellen der Kontakt mit Wasser zu Dampfschloten, die die Lava um sich erstarren ließen. Als der natürliche Damm brach, floss all die noch flüssige Lava ab, die Decke stürzte ein. Zurück blieben all die erstarrten Gebilde, die fortan ein Lavalabyrinth bildeten und heute die dunklen Burgen genannt werden.

Dimmuborgir Dimmuborgir Dimmuborgir

Mehrere markierte Wege, die zwischen 10-80 Minuten Zeit beanspruchen, führen durch die Überreste des einstigen Lavasees. Mit etwas Fantasie könnt ihr überall Figuren sehen, Trolle. Allerdings hat der Ort mit dem starken Wachstum der Birken aus meiner Sicht reichlich von seinem Charme verloren, hat mehr Parkcharakter.

Dimmuborgir ist auch die Heimat der 13 Weihnachtsgesellen, die beginnend ab dem 12. Dezember einer nach dem anderen zu den Menschen kommen. Einer der Abstecher führt zu ihrer Höhle.

Die Zufahrt ist inzwischen asphaltiert und vor Ort befindet sich ein großer Parkplatz. Beim Café befinden sich Toiletten, die kostenpflichtig sind, falls ihr nichts verzehrt. Dem Café, das mittags vor allem ein Suppenbuffet aber auch andere Speisen anbietet, ist auch ein Souvenirshop angeschlossen.

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Höfði & Kálfaströnd

Nur ein kleines Stück weiter südlich (Karte) befindet sich die Lavahalbinsel Höfði. Hier habt ihr das Gefühl, auf einem Spaziergang (je nach Weg ca. 30-60 min) mitten im Wald zu stehen. Vom höchsten Punkt aus bekommt ihr einen tollen Überblick über den See und an der Südseite sind schöne Lavaformationen im Wasser zu entdecken.

Höfði Höfði Höfði

Vor Ort ist ein klitzekleiner Parkplatz mit einem Toilettenhäuschen. Ihr könnt aber auch noch ein Stück weiter südlich fahren und dann nach Kálfaströnd abbiegen und dort spazieren gehen - dann habt ihr eine andere Sicht auf die Lavaformationen.

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Das Südufer des Sees - die Pseudkrater von Skútusstaðir

Knapp 8 km südlich von Höfði (Karte) gelangt ihr zu den Pseudokratern von Skútusstaðir. Pseudokrater haben keine Verbindung zu einer Magmakammer, aus ihnen floss nie Magma – daher der Beiname „Pseudo“. Sie entstehen, wenn heiße Lavaströme in Wasser oder über feuchtes Gebiet fließen. Die heiße Lava führt zu einer Überhitzung des Wassers, es kommt zu Wasserdampf-explosionen, die den Lavastrom durchstoßen, die Lava in die Luft fliegen lassen, von wo aus sie kraterförmig wieder auf die Erde fällt. Pseudokrater findet ihr entlang der Ringstraße auch im Süden z. B. bei Álftaver oder die Landbrotshólar nahe Kirkjubæjarklaustur. Hier am Mývatn jedoch entdeckt ihr die größten und beeindruckendsten. Sie entstanden wie auch Dimmuborgir vor ca. 2.000 Jahren.

Pseudkrater Pseudkrater Pseudkrater

Es gibt zwei Wege, die ihr laufen könnt - eine kleinere Runde, für die ihr ca. 30 min einplanen solltet, und eine größere, die (sich rechts haltend) um das Wasser führt und ca. 45-60 min in Anspruch nimmt. Für einen Eindruck und gute Sicht genügt die kleine Runde. Es gibt mehrere Parkplätze - direkt gegenüber der Tankstelle/dem Sel Hotel Mývatn sowie am Hotel Gígur. Neben der Tankstelle gibt es einen Souvenirladen mit Speiseangebot sowie Toiletten. Im Sommer öffnet das Sel Hotel weitere WC-Möglichkeiten.

Mücken

Wenn die Mücken am Mückensee mal wieder in Heerscharen auftreten, dann werdet ihr das garantiert auch bei den Pseudokratern spüren. Eine gewisse Menge kann man ertragen, aber irgendwann wird es ungemütlich und der Aufenthalt ist begleitet von wildem Umsichschlagen. Alternativ könnt ihr euch ein Mückennetz besorgen, das natürlich in weiser Voraussicht im Souvenirshop verkauft wird. Damit lässt sich die Runde dann wirklich entspannt gehen. Die Mücken stechen nicht, sind einfach nur lästig. Da man nie weiß, ob es beim eigenen Aufenthalt am Mývatn vor Mücken wimmelt oder nicht, würde ich erst vor Ort entscheiden, ob ein Mückennetz gekauft werden muss - nicht schon in Reykjavík. Alternativ bringt ihr ein bereits vorhandenes von zu Hause mit. Bei meinem letzten Besuch (2015) lag der Preis bei 700 isk.

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Das Westufer des Mývatn

Vindbelgjarfjall

Der Vindbelgjarfjall ist ein einzelner Tuffberg, der einst bei einem subglazialen Ausbruch entstand - wie so viele Berge, die ihr vor allem auch östlich des Mývatn in allen Größen entdecken könnt. Vom Hof Vagnbrekka aus (Karte, kleiner Parkplatz vor Ort) führt ein markierter Wanderweg auf den 524 m hohen Berg. Der Anstieg ist teils knackig, aber von oben habt ihr einen fantastischen Blick auf den See und braucht nicht einmal ein Flugzeug, um die Pseudokrater von oben zu fotografieren. Plant 1,5-2 Stunden ein.

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Vogelmuseum

Der Mývatn ist bekannt für sein reiches Vogelleben und die Vielzahl an Enten, die hier brütet. Genannt wird in diesem Zusammenhang fast immer die Spatelente, die hauptsächlich im nordamerikanischen Raum vorkommt und in Europa wohl nur in Island und speziell am Mývatn brütet. Wer sich neben der eigenen Beobachtung etwas vertrauter mit der isländischen Vogelwelt machen möchte, hat in Sigurgeirs Vogelmuseum dazu Gelegenheit. Ihr findet dort mit einer Ausnahme alle auf Island brütenden Vögel - in ausgestopfter Form. Ein Großteil der Vogelwelt am Mývatn kann - lebend - direkt vom Museum aus beobachtet werden. Teleskope sind aufgebaut und eine Außenkamera zeigt Live-Aufnahmen von der Tierwelt auf einer der Inseln im See. Das Museum findet ihr hier, die Zufahrt ist ausgeschildert.

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Das Nordufer des Mývatn

Das Nord- bzw. Nordostufer wird aus touristischer Sicht durch den Ort Reykjahlíð dominiert (siehe auch ganz oben). Immer wieder beeindruckt hier die Lava, die aus einem Ausbruch während der Mývatnfeuer stammt, und natürlich kusiert die Geschichte davon, wie die Kirche damals vom Lavastrom verschont blieb.

Ganz in der Nähe des Zeltplatzes Hlíð befindet sich der Flugplatz, von dem aus durch Mýflug Sightseeingflüge angeboten werden. Noch vor einigen Jahren konnte man hier relativ preiswert fliegen. Inzwischen wurden die Preise an die in Island übliche Höhe angepasst, aber lohnend ist ein Flug in dieser Region auf jeden Fall.

Kirche Lavafeld Hlíðarfjall

Circa 5 km nordöstlich des Sees befindet sich der Liparitberg Hlíðarfjall. Vom Zeltplatz Hlíð aus führt ein markierter Wanderweg dorthin (Karte, 4-5 Stunden return), für den knackigen Aufstieg werden Trittsicherheit und insbesondere für den Abstieg Wanderstöcke empfohlen.

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